Presse

zurück

Zu „“:

Sponsoren ermöglichen das Projekt "Jedem Kind eine Bühne"

12.11.2013 SIEGBURG. Noch Mitte des Jahres sah es so aus, als sollte das Projekt "Jedem Kind eine Bühne", das von der Studiobühne Siegburg und seinem Theater Tollhaus geplant war, am dazu notwendigen Geld scheitern. Jetzt ist die Finanzierung von rund 60.000 Euro gesichert.

Im Wesentlichen erhält das Projekt Unterstützung von der "Aktion Mensch", der "Help-and-Hope-Stiftung", der KSK-Stiftung "Für uns Pänz", der "Nikolausstiftung Siegburg" und vom Rhein-Sieg-Kreis. Ziel des zunächst auf zwei Jahre angelegten Projekts ist es, familiär oder finanziell benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund im Alter zwischen vier und 17 Jahren ein künstlerisches Zuhause zu bieten.

"Wir können eine Kinder- und Jugendarbeit leisten, die selbst in den Großstädten ihresgleichen sucht", verkündete René Böttcher, Intendant der Studiobühne, stolz. Zusammen mit den Schauspielern Julia Torres und Bardia Rousta, die zwei von insgesamt sechs Theatergruppen leiten, stellte er Vorgehensweise und Ziele des Projekts vor.

Torres unterrichtet jeweils vier Kinder aus dem Kinderheim Pauline von Mallinckrodt und der dazugehörigen Kita Pauline in Wolsdorf. Rousta arbeitet mit Kindern im Familienzentrum Am Wasserwerk, Troisdorf, zusammen. Beiden geht es darum, den kleinen Schauspielern ihre Stärken aufzuzeigen und ihre "Spielfreude zu wecken", erklärte Rousta.

Torres ergänzte: "Sie sollen lernen, wie wir Mimik, Gestik und Sprache einsetzen, um uns selbst auszudrücken und um andere zu verstehen." Letztendlich steht dahinter die Absicht, den Jungen und Mädchen dabei zu helfen, "Mitgefühl zu entwickeln".

Obwohl das Theater Tollhaus intensive Werbung für das Projekt über Sozialarbeiter, Schulen und Jobcenter gemacht hatte, gab es keine Resonanz auf das Angebot, berichtete Böttcher. Erst nachdem er gezielt Jugendeinrichtungen besucht und seine Pläne vorgestellt hatte, meldeten sich immer mehr Interessenten.

Derzeit finden die Kurse noch vor Ort statt. Beispielsweise im Jugendzentrum Deichhaus. Das soll sich aber in Zukunft ändern, denn das Theater Tollhaus möchte das gesamte Projekt unter einem Dach anbieten. Für Kinder aus Hartz IV empfangenden Familien wird die Teilnahme aus dem Bildungs- und Teilhabepaket finanziert, alle anderen bezahlen einen Beitrag von zehn Euro monatlich.

Seinen ersten großen Auftritt hat der Schauspielernachwuchs im kommenden Sommer bei einem Theaterwochenende, bei dem die jungen Akteure im Rampenlicht stehen werden. "Das ist enorm wichtig für das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl", so Julia Torres. 

, Paul Kieras, General-Anzeiger am
zurück