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Premiere: „Atmen“, Freitag, 22. Mai, 19:30 Uhr
„Atmen“ ist ein dichtes, temporeiches Theaterstück über ein namenloses Paar, das an einer IKEA-Kasse unvermittelt vor der Frage steht: ein Kind – ja oder nein? Mit pointiertem, oft schwarzem Humor und atemlos schnellen Dialogen entfaltet „Atmen“ einen inneren Konflikt, der ebenso privat wie global ist. Die beiden Protagonisten wollen verantwortungsvoll leben, ökologisch bewusst handeln und „gute Menschen“ sein – doch genau das macht die Entscheidung nicht leichter. Zwischen Zahlen zur CO₂-Bilanz und Zukunftsängsten geraten sie in einen Strudel aus Selbstzweifeln und moralischen Dilemmata. Dabei wird ihre Beziehung zum Spiegel einer ganzen Generation: euphorisch, überfordert, suchend.
Das Stück zeichnet mit feinem Gespür die Dynamik einer Langzeitbeziehung nach, die zwischen Nähe und Distanz, Hoffnung und Ernüchterung oszilliert. Der schwarze Humor wirkt dabei nie oberflächlich, sondern schärft den Blick für die Tragweite ihrer Entscheidungen. Immer wieder bricht hinter den schnellen, oft ironischen Wortwechseln eine existentielle Ernsthaftigkeit hervor. Denn „Atmen“ meint mehr als nur den physischen Akt – es steht für die Frage, wie man in einer unsicheren Welt überhaupt noch leben und Entscheidungen treffen kann.
So entsteht ein berührendes, kluges und zugleich unterhaltsames Stück über Verantwortung, Liebe und die Zerbrechlichkeit von Zukunftsentwürfen.